Weiterführende Literatur

Literatur zum Thema des Films "Im Labyrinth des Schweigens"

Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen: Inmitten einer Justiz, die in der jungen Bundesrepublik noch immer von braunen Seilschaften geprägt war, setzte er den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess durch. Er kooperierte mit dem israelischen Geheimdienst, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Aber wer war der kämpferische Einzelgänger wirklich? Ronen Steinke erzählt das Leben eines großen Juristen und Humanisten, dessen persönliche Geschichte zum Politikum wurde.

Den Journalisten Thomas Gnielka in „Im Labyrinth des Schweigens“ gab es wirklich. Er war 15 Jahre alt, als er im Sommer 1944 mit seiner ganzen Klasse zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach einer Kurzausbildung wurden diese „Kindersoldaten“ nach Auschwitz-Birkenau geschickt und bewachten dort u.a. Häftlinge beim Bau von Schutzwällen für die Anlagen der IG Farben. Das Trauma Auschwitz hat ihn nie mehr losgelassen.
Später trug er als Journalist mit seiner Arbeit und seinen Recherchen wesentlich mit dazu bei, dass das erste Auschwitzverfahren eröffnet werden konnte. Das unten genannte Buch ist seine Biografie – das betrifft sowohl die Erzählung „Die Geschichte einer Klasse“ als auch die Dokumentation im zweiten Teil mit Berichten von und über ihn.

Als Kindersoldat in Auschwitz
Die Geschichte einer Klasse
von Thomas Gnielka